Holzhäuser

Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Bau von Eigenheimen für Holzhäuser. Der Bauherr entscheidet sich mit dem Bau eines Holzhauses für ein umweltbewusstes und modernes Bauen. Holzhäuser können sehr unterschiedlich aussehen.Viele Bauherren wünschen sich, dass der ursprüngliche Charakter von Holz erhalten bleibt. Andere schätzen zwar die Qualität und die vielen Vorteile von Holzhäusern, möchten jedoch lieber eine andere Optik. So sieht man zum Beispiel bei vielen Fertighäusern sowohl von innen als auch von außen nicht, dass es eigentlich Holzhäuser sind.

Vorteile eines Holzhauses

Das Holzhaus wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Dies ist auf die vielen Vorteile dieses natürlichen Baustoffes zurückzuführen. Holzhäuser vermitteln ein uriges und gemütliches Wohngefühl. Es strahlt Wärme aus im Gegensatz zu vielen modernen Neubauten, die oft kalt wirken. Auch das Raumklima ist in Holzhäusern hervorragend. Der Baustoff Holz sieht jedoch nicht nur schön aus, sondern ist auch qualitativ sehr hochwertig.

Ein Holzhaus zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr robust und langlebig ist. Wer sich für den Bau mit Holz entscheidet, erzielt bei seinem Haus auch eine hervorragende Wärmedämmung. Das Material Holz besitzt nämliche sehr gute Dämmeigenschaften. Die Bauzeit eines Holzhauses ist sehr gering, da die Trocknung wie bei gemauerten Häusern entfällt. Neben dem Wohnhaus lassen sich auch kleinere Bauten wie beispielsweise Gartenhäuser oder Carports hervorragend aus Holz errichten.

Nachteile eines Holzhauses

Holzhäuser schaffen eine gemütliche, urige Atmosphäre.

Holzhäuser schaffen eine gemütliche, urige Atmosphäre.

Das Material Holz hat aber auch wie fast alle anderen Baustoffe Nachteile. Beim Bau sollte stets auf sehr gute Qualität des Holzes geachtet werden. Es gibt zum Beispiel Unterschiede bei den Holzarten bezüglich der Witterungsbeständigkeit. Feuchtigkeit ist für das Material sehr schlecht, da die Gefahr von Schimmel besteht. Mit speziellen Lackierungen kann das Material vor diesem Problem geschützt werden.

Der Bauherr sollte sich bewusst sein, dass der Baustoff Holz „arbeitet“. Bei der Planung, zum Beispiel bei der Verlegung von Leitungen, sollte berücksichtigt werden, dass Holz sich ausdehnen beziehungsweise verkleinern kann.

Der preisliche Rahmen für ein Holzhaus

Was kostet der Bau eines Holzhauses?
Natürlich lässt sich der Preis eines Holzhauses genau so wenig pauschal angeben, wie der eines Steinhauses. Es gibt sehr viele unterschiedliche Holzhäuser, die in Qualität und Ausstattung oft sehr weit auseinander liegen. Für ein Standard Holzhaus wird allgemein ein Preis von 900 bis 1200 Euro pro Quadratmeter Wohn/Nutzfläche angegeben. Je größer ein Haus konzipiert ist, desto günstiger ist der Quadratmeterpreis. Zu den Kosten für das Holzhaus selbst kommen natürlich noch die Kosten für die Nebengewerke wie Erdbau, Heizung, Sanitär, Elektrik, Maler, Fliesen, Fußboden etc. Auch hier ist der Preisrahmen sehr unterschiedlich. Bei einer Standard-Ausstattung schätzt man 50.000 bis 70.000 Euro für die Nebengewerke, zu denen dann noch die Baunebenkosten für Grundstück, Bauantrag, Notar, Anschlüsse etc.kommen.

Worauf sollte beim Bau eines Holzhauses geachtet werden?

Erst einmal sollte der Interessent vor dem Bau eines Holzhauses überlegen, ob er ein Blockhaus, ein Haus in Ständer- oder Skelettbauweise oder ein Haus in Rahmen- bzw. Tafelbauweise möchte. Blockhäuser sind zwar urig und traditionell, aber sie haben einige Nachteile bei der Abdichtung durch die große Zahl der Fugen, bei der Imprägnierung und beim Anstrich. Wenn es doch ein Blockhaus sein soll, ist die Auswahl des richtigen Holzes besonders wichtig. Es sollten möglichst Stämme aus dem Norden (z.B.Finnland) verwendet werden, weil ihr Holz langsamer gewachsen ist und deshalb nicht so sehr “arbeitet”. Häuser in Ständerbauweise sind besonders praktisch, weil die Wände leicht verkleidet werden können. Die Skelettbauweise erlaubt variable und auch später noch zu verändernde Grundrisse. Besonders achten sollte man auf die Qualität der Isolierung und Dämmung und den dichten Einbau der Fenster. Bei Häusern in Tafelbauweise werden ganze Wände bereits im Werk vorgefertigt. Sie bestehen meistens aus Holzständern, die von einer Seite mit Span-oder OSB Platten verkleidet sind. Diese Holzhäuser sind besonders preisgünstig. Trotzdem sind sie, wenn sie gut isoliert und abgedichtet sind, genauso gut wie Häuser in Ständerbauweise. Einziger Nachteil ist die nicht so variable Innengestaltung.

Wie hoch sind die Instandhaltungskosten eines Holzhauses?

Auch das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt unter anderem von der verwendeten Holzart, den Witterungsbedingungen, der Sonneneinstrahlung und der Dachform ab. Es gibt Holzarten (z.B. Lärche, Zeder), die im Prinzip gar nicht geschützt werden müssen, bei anderen (z.B Fichte) ist regelmäßiger Holzschutz unerlässlich. Wenn das Holz behandelt wird, rechnet man bei Lasuren und Ölen mit einem Pflegeintervall von 4 bis 6 Jahren und bei einem deckendem Anstrich mit einem Pflegeintervall von 6 bis 10 Jahren. Eine unbehandelte Holzfassade hält je nach Holzart durchschnittlich 50 Jahre, also praktisch genau so lange wie eine Putzfassade.

Welche Holzarten eignen sich für besonders gut für Holzhäuser?

Sehr gut geeignet für den Hausbau sind folgende Holzarten:

  • Lärche
  • Zeder

Diese sind zwar relativ teuer im Vergleich zu anderen Holzarten. Doch wer sich ein Haus kauft, sollte vor allem auf Qualität achten. Die genannten Holzarten zeichnen sich durch eine besondere Robustheit und Widerstandsfähigkeit aus. Bei Lärche und Zeder entfällt das regelmäßige Lackieren, da es nicht vor der Witterung geschützt werden muss.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*